Geistessterben

Das Wort Geistessterben ist in keinem Lexikon zu finden. Selbst ausgeprägte Kulturpessimisten sind nicht so weit gegangen, eine völlige Auslöschung des Geisteslebens zu behaupten. Auch Pierangelo Maset sieht in seiner Wortschöpfung vielmehr den Ausdruck eines ungebrochenen Optimismus, der die Behauptung eines Geisteslebens beansprucht in einer Zeit, die von seinem völligen Gegenteil erfüllt ist: von einem ökonomischen Nützlichkeitsdenken und seinem erstickenden Pragmatismus. - GEISTESSTERBEN - ein Plädoyer, sich dem allmählichen Verschwinden eines Geisteslebens entgegenzustellen.

»Die Mutter aller Krisen, mit denen wir es in diesem Jahr zu tun hatten, behauptet Pierangelo Maset, ist eine Krise des Geistes. Die Gegenwartsdiagnose seines überaus leidenschaftlichen Essays steht in der Tradition idealistischer Kulturkritik: Nur indem wir unsere Zeit in Gedanken fassen, können wir sie zum Besseren wenden. Wer denken kann, kann auch umdenken. So weit das Ideal. In der Wirklichkeit sei das »Geistesleben« jedoch von einem »Geistessterben« abgelöst worden. Die Eliten schotten sich ab, das Denken übernehmen Berater und Controller. Die nächste Katastrophe sieht der Autor weder von links noch von rechts, sondern aus der Mitte einer Gesellschaft aus Betriebswirten auf uns zurollen, in deren ökonomisch-technokratischen Mühlen alles Gute, Menschliche und Schöne zu Geld zermahlen wird. Triumphieren über diese dunklen Verführungen des Teufels kann einzig unser altbewährtes Heilmittel aus der abendländischen Hausapotheke: das Licht eines guten Gedankens.« (Iris Radisch, in: Die Zeit, 22.12.2010)

Pierangelo Maset: Geistessterben. Eine Diagnose. [2010] 120 Seiten, fest gebunden

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ISBN: 978-3-87173-909-5

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