Für Peter Härtling

Mit Beiträgen u.a. von Boleslaw Barlog, Jürgen Becker, Christine Brückner, Christoph Eschenbach, Ota Filip, Günter Grass, Ernst Jandl, Eberhard Jüngel, Karl Krolow, Hans Küng, Kurt Marti, Ingeborg Mayröcker, Johannes Rau, Fritz Ruoff, Dieter Wellershoff, Gabriele Wohmann.

»Lieber Peter,
das sind Briefe von Deinen Freundinnen und Freunden, von Halbfreunden vielleicht auch, und gerne möchte ich noch hinzufügen: Auch von Feinden. Ich denke dabei an die Zeiten, als wir begannen, Schriftsteller zu werden, als es zum Beispiel eine Gruppe 47 als eine verschworene Gemeinschaft von Freunden und Feinen gab. Die Feinde sind jetzt nicht mehr dabei, die haben zum Teil erzürnt abgesagt. Sie sind alt und nicht mehr streitbar – und wir werden wohl auch alt, die Freunde nehmen ab und dies nicht nur, weil sie nicht mehr sind.
Ich frage mich, ob wir wohl auch Freunde geworden wären, wenn wir nicht beide zum Schreiben gekommen wären, wenn Du zum Beispiel ein Zimmermann in Nürtingen geworden wärst und ich ein Zuckerbäcker in Sursee. Ich stelle mir vor, dass Du einer jener seltenen Zimmermänner wärst, der eine Leidenschaft fürs Lesen hätte und ich vielleicht ein solcher Zuckerbäcker. Wie wir wissen sind sie selten, die Leser, in allen Berufsgruppen gleich selten, auch in der Berufsgruppe der Schriftsteller. Ich freue mich so darüber, dass ich Dich getroffen habe – so ist es doch nicht ganz sinnlos, ein Schrifsteller geworden zu sein.« (Der Anfang des Briefs von Peter Bichsel an Peter Härling, in diesem Buch)

Peter Bichsel (Hg.), Für Peter Härtling, Eine Festgabe. [1993] 200 Seiten, broschiert, Format 21 x 29,7 cm


ISBN: 978-3-87173-999-5

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